Herstellung von Holzpellets

Die Herstellung von Holzpellets erfolgt durch die Verarbeitung naturbelassener Hobel- oder Sägespäne. Es liegt deshalb nahe, dass Pellethersteller ihren Standort häufig in der Nähe zur holzverarbeitenden Industrie wählen. Teilweise betreiben große Hobel- oder Sägewerke auch selbst einen weiteren Geschäftszweig, indem sie ihr Koppelprodukt direkt zu Holzpellets weiterverarbeiten.

Für die Herstellung einer Tonne Holzpellets, werden etwa sechs bis acht Kubikmeter Holzspäne benötigt. Die Späne unterscheiden sich in Größe, Feuchtigkeitsgehalt und Holzart, sodass eine sorgfältige Aufbereitung des Rohstoffes ebenso wie regelmäßige Qualitätskontrollen stattfinden, um die gewünschte Güte des Endproduktes zu erreichen. In einem ersten Schritt werden die Späne getrocknet und von Verunreinigungen befreit. Für die Trocknung kann z.B. die Abwärme von Heizkraftwerken genutzt werden. Das Resultat ist ein von etwa 50 % auf circa 8% reduzierter Feuchtigkeitsgehalt. Anschließend wird das Spanmaterial in sogenannten Hammermühlen auf eine einheitliche Größe von etwa vier bis sechs Millimeter zerkleinert. Nachdem das Material in eine einheitliche Form gebracht wurde, kann es unter hohem Druck durch eine Stahlmatrize zu Holzpellets gepresst werden. In diesem Schritt erhalten die Pellets ihre zylindrische Form. Der Durchmesser der Holzpellets wird durch die weite der Presskanäle bestimmt und kann nach Bedarf durch den Einsatz einer entsprechenden Matrize geregelt werden. Die Presslinge werden anschließend maschinell auf die vorgegebene Länge geschnitten. Durch den hohen Druck während des Pressens erwärmen sich die Pellets, weshalb sie zunächst mit Umgebungsluft abgekühlt werden. Da Holz einen hohen Anteil an Lignin und Zellulose als natürliche Bindemittel hat, welche durch die entstandene Wärme klebfähig werden, ist Zugabe von chemischen Bindemitteln beim Pelletieren nicht erforderlich. Dennoch können i.d.R. bis zu 0,5 % Stärke oder Mehl als Hilfsmittel beigemischt werden, um die Stabilität und Abriebfestigkeit der Pellets zu verbessern.

Sobald die gepressten Holzpellets abgekühlt sind, werden sie in Silos eingelagert. Zuvor werden sämtliche Staub- und Feinanteile sowie der Abrieb und entstandene Kleinstpartikel gesiebt. Dieser Schritt wiederholt sich, bevor die Holzpellets zum Transport in Silo-LKW verladen werden. Der Vorgang soll einen störungsfreien Betrieb der Pelletheizungen unterstützen und eine angemessene Qualität der Ware gewährleisten.